„Funambulus“

Funambulus ist ein initiiertes Förderungsprojekt des Freiwilligen Zentrums Mönchengladbach, welches durch die Mittel der Caritas-Stiftung unterstützt wird.

Die Anzahl psychisch belasteter und erkrankter Menschen nimmt in Deutschland stetig zu. Das sind Menschen, die unter dem Burnout-Syndrom leiden, also zum Beispiel beruflich „ausgebrannt“ sind. Das sind aber auch Menschen, die unter akuten oder chronischen Depressionen leiden.

Der Anstieg der psychisch bedingten Krankheitsfälle hat vielschichtige Ursachen. Die Statistik zeigt beispielsweise, dass die Anfälligkeit für psychische Erkrankungen bei Menschen, die arbeitslos werden, erheblich steigt, weil dies für viele natürlich eine belastende Situation ist. Anders als manche Menschen gemeinhin annehmen, gehen Psychologen davon aus, das grundsätzlich jeder Mensch im Laufe seines Lebens eine depressive Verstimmung  bzw. Erkrankung bekommen kann.

Funambulus richtet sich nun an Menschen, die psychisch erkrankt sind, die aber das freiwillige Engagement nutzen wollen, um über Sinnvolles und Sinnerfülltes einerseits anderen Menschen und andererseits sich selbst zu helfen. Das freiwillige Engagement sensibilisiert für den eigenen Wert des Ichs, es steigert das Selbstwertgefühl. Es trägt aber auch dazu bei, wieder Struktur, Ordnung und Stabilität in den eigenen Tagesablauf zu bringen.

Jetzt ahnen Sie auch, warum das Projekt den Namen „Funambulus“ trägt. Funambulus bedeutet in der lateinischen Übersetzung „Seiltänzer“. Und das Bild des Seiltänzers ist eine treffende Analogie für das, um was es geht. Die psychisch Erkrankten leisten oft einen Drahtseilakt und ebenso wie der Seiltänzer müssen sie Mut für einen unsicheren Weg beweisen, sie müssen lernen ihre Balance zu finden, gelegentlich brauchen sie ein Netz, was sie auffängt, wenn sie fallen sollten. Und ebenso brauchen sie Menschen, die sie nach einem Sturz ermutigen, wieder auf das Seil zu steigen und weiter zu machen. Und das Ergebnis ist, dass diese Menschen – ebenso wie der Seiltänzer – durch Ihren Mut, ihre Entschlossenheit, ihr Durchhaltevermögen und ihre Begabung andere Menschen erfreuen.

Erfahrungsbericht 

Frau L.B. wurde durch eine Tagesklinik an das Freiwilligen Zentrum verwiesen. Ihre vielfältig vorhandenen Ressourcen konnte die sympathische Frau u.a. in einer Schule einbringen. Sie unterstützte zweimal wöchentlich die dortige Hauswirtschaftslehrerin und sorgte für strahlende Gesichter bei Schülern und Lehrern gleichermaßen.
„Für mich ist mein freiwilliges Engagement die Treppe aus einem tiefen Loch wieder hin zur Arbeit. Es war die Brücke zu meinem jetzigen Dasein,“ resümiert Frau L.B., die mittlerweile wieder eine selbständige Berufstätigkeit aufgenommen hat.
 

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