Kinder stärken!

Das Projekt „Kinder stärken“ konzentriert sich auf die Unterstützung und unbürokratische Hilfe von Kindern und Familien, denen durch das Schicksal - häufig von heute auf morgen - die familiäre Struktur entrissen wird. Das können Familien sein, die am Existenzminimum leben oder bei denen die Mutter plötzlich psychisch erkrankt und für mehrere Wochen stationärer Hilfe bedarf. Das können aber auch Lebenssituationen sein, die noch drastischer sind:

Die Mutter einer jungen Familie mit zwei Kindern erkrankt plötzlich schwer, sie ist unheilbar erkrankt. Alle stehen unter Schock. Die 7- und 10 jährigen Kinder wissen, dass ihre Mutter bald sterben wird, haben aber niemanden, der Zeit für sie hat und dem sie sich anvertrauen können. Der Vater steht in dem Konflikt sich um seine Frau kümmern zu wollen, seinen Kindern Halt und Stabilität vermitteln zu müssen, mit seinem eigenen Gefühlschaos zu recht zu kommen und zugleich weiterhin seinem Beruf nachzugehen, um diesen nicht auf´s Spiel zu setzen.
 

In dieser Situation kommt die Caritas Familienpflegerin in den Haushalt. Sie übernimmt die täglichen Aufgaben der Mutter. Schon in kurzer Zeit entwickelt sie zur Familie ein Vertrauensverhältnis und bildet einen wichtigen emotionalen Ankerpunkt für alle Beteiligten. Sie trägt durch ihre Ausbildung dazu bei, dass sich die Familie auf den bevorstehenden Tod der Mutter vorbereiten kann. Die letzte Lebensphase verbringt die Mutter im Hospiz, wo sie mit ihrer Familie die ihr noch verbleibende Zeit erleben und sich bewusst verabschieden kann. Als die Mutter stirbt, ist die Familienpflegerin Trost und Halt für die Kinder.

Laut Bestimmungen der Krankenkasse müsste die Betreuung der Kinder mit dem Tod der Mutter enden. Es wäre menschlich unerträglich, dass zu akzeptieren, denn die Kinder befinden sich nach dem Tod der Mutter in einer ganz schwierigen Lebenskrise. Man muss kein Psychologe sein, um zu erkennen, dass der Tod der Mutter für die Kinder ein traumatisches Erlebnis ist. Die Familienpflegerin trägt durch ihre Erfahrung erheblich dazu bei, dass den Kindern eine Bezugsperson zur Seite steht, mit der die Kindern über Trauer, Ängste und Wut reden können.

Das Projekt „Kinder stärken“ stellt die finanziellen Mittel zur Verfügung, damit die Familienpflegerin die Familie weiter begleitet, bis eine beständige Lösung zum Wohle der Kinder und der Familie gefunden ist.

Bei diesem Projekt begegnet man Fällen, wo sich nicht mehr die Frage stellt, können wir uns das als Gesellschaft leisten. Wir müssen uns das leisten. Das muss gehen. Wir können den Kindern und Familienangehörigen in einer solchen Schicksalssituation nicht mit bürokratischem Hickhack und einer Fülle von Fragen und Formularen begegnen, sondern wir müssen da sein und uns kümmern. Und dafür stellt die Caritas-Stiftung Mönchengladbach finanzielle Mittel zur Verfügung.

 

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